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Bienen - Eine Welt im Wandel: Making of

Das Bienensterben beunruhigt weltweit Wissenschaftler und Bauern. Auch die Dreharbeiten zum Dokumentarfilm „Bienen – eine Welt im Wandel“ waren aufregend, wie Regisseur Dennis Wells bei seiner Begegnung mit Killerbienen erleben durfte.
Text: Robert Sperl, Fotos: Dennis Wells Video / 15 Min. Dauer
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Die Dokumentation „Bienen – Eine Welt im Wandel“, die als Koproduktion von Terra Mater Factual Studios und Taglicht Media Film- und Fernsehproduktion in Zusammenarbeit mit Smithsonian Channel realisiert wurde, begleitet Wissenschaftler auf der ganzen Welt bei ihrer Suche nach Lösungen aus dieser Bestäubungs-Krise. Sie suchen nach Wegen, um unsere liebgewonnene Honigbiene zu stärken, und die sogenannte afrikanisierte Biene ist dabei ein unerwarteter Kandidat. Der Hybrid aus der Westlichen Honigbiene und der wilden Afrikanischen Biene hat wegen seiner Aggressivität einen schlechten Ruf, aber ist auch die einzige Bienenrasse, die sich gegen den verheerenden Parasiten namens Varroa destructor, eine Milbe, die ganze Bienenstaaten ausrottet, zur Wehr setzt. Allerdings ist die afrikanisierte Biene zu recht auch als „Killerbiene“ bekannt.

Die Killerbiene?

„Sie haben diesen Namen auch redlich verdient“, so Regisseur Dennis Wells. „Während ein normaler Bienenstock bei Störung durchschnittlich nach einer halben Minute mit der Verteidigung beginnt, rächen sich die afrikanisierten Bienen unmittelbar. In einem Experiment wurden innerhalb einer Minute 600 Stiche registriert, und zwar auf einer handtellergroßen Fläche – diese Anzahl würde bei einem Menschen zu Nierenversagen führen. Wir brachen unsere Dreharbeiten nach knapp zehn Sekunden wieder ab.“

Die „Killerbiene“ verteidigt ihr Nest also gnadenlos und kann auch dem Menschen gefährlich werden. Jedes Jahr kommt es zu dramatischen Begegnungen, bei denen Menschen Schaden nehmen, manchmal durch Bienenattacken getötet werden.  Um die afrikanisierte Biene für den Menschen nutzbar zu machen, müssen die Wissenschaftler erst einen Weg finden, sie zu zähmen. „Wir trugen Imkeranzüge und Handschuhe, die an den Handgelenken festgeklebt waren, aber die Bienen stachen durch drei Lagen Kleidung genauso wie in jedes Kamerateil, das nicht aus Metall war“, berichtet Dennis Wells weiter: „Erst als wir unsere Schutzausrüstung verstärkten, konnten wir mit den Dreharbeiten fortfahren.“

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