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Ein Wunder namens Teufelsblume

Tier oder Pflanze? Farbenprächtig erblüht die Teufelsblume – aber nur, wenn Gefahr droht. Dann erhebt sie ihre Arme und schillert bunt.
Text: Redaktion, Fotos: AdobeStock / 1 Min. Lesezeit
Teufelsblume, Insekt, Tierwissen, ein Wunder namens, Terra Mater Foto: AdobeStock
Unscheinbar und doch anmutig ist das Auftreten der Teufelsblume.
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Man sollte ja nichts und niemanden anhand des Erscheinungsbildes beurteilen. Bei der Teufelsblume liefert das zerfleddert wirkende Aussehen aber doch einen Hinweis auf ihre beiden doch eher disparaten Überlebensstrategien.

Einerseits sieht das bis zu 13 Zentimeter lange Tier wie Blattwerk aus. So sitzt es unbewegt im Gebüsch seiner ostafrikanischen Heimat und wartet, bis eine nichts ahnende Fliege in Greifweite gerät und schnappt dann blitzschnell zu. Nicht erkannt zu werden ist also die Bedingung für einen gefüllten Verdauungsapparat.

Wenn die Teufelsblume aber doch von einem Feind entdeckt wird, tut sie alles, um möglichst imposant zu erscheinen. Ein Teil dieser Drohgebärde ist es, die Flügel zu spreizen.

In einer weiteren Eskalationsstufe hebt sie ihre langen Greifarme und entblößt dabei die bunt schillernden Schenkel-Innenseiten. Das Insekt sieht dann einer Blume so ähnlich, dass es Forscher im 19. Jahrhundert in die Irre führte: Die Experten dachten, die Teufelsblume würde mit der Blumengestalt Beute anlocken.

Hinweis aus der Quantenphysik an die Insektenforscher: Schon durch das Beobachten verändert der Beobachter das Beobachtete. Vermutlich wollte die verschreckte Teufelsblume seinerzeit nur die neugierigen Forscher verjagen.

Besondere Merkmale der Teufelsblume

  • Fühler: Sie verleihen dem Tier einen Tastsinn – und sehen teuflisch gut aus. Weibchen haben längere Antennen als Männchen.

  • Besteck: Spitze Dornen helfen beim Fangen und Fixieren der Beute.

  • Zwei Flügelpaare: Fliegen kann das Insekt damit nicht – aber immerhin ziemlichen Lärm machen, indem es die oberen Flügel an den unteren reibt. Das schnarrende Geräusch soll Gegner verschrecken.

  • Facettenaugen: Die gebündelten Signale hunderter Lichtrezeptoren verschaffen dem Insekt ein Abbild seiner Umwelt.

  • Fangarme: Mit ihnen holt sich die Teufelsblume blitzschnell vorbeifliegendes Futter aus der Luft. An ihren Innenseiten sind die Arme schillernd bunt, das wird erst sichtbar, wenn sie in einer Drohgebärde gehoben werden.

  • Allradantrieb: Die vier hinteren Beine dienen vor allem der Fortbewegung. Bei Bedarf verwendet das Insekt auch die Fangarme, etwa zum Erklimmen höher gelegener Zweige.

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Übersicht Teufelsblume – Idolomantis diabolica

Klasse

Insekten (Insecta)

Ordnung

Fangschrecken (Mantodea)

Familie

Empusidae

Unterfamilie

Blepharodinae

Gattung

Idolomantis

Art

Teufelsblume

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