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Ein Wunder namens Färberfrosch

Klein, leicht, bunt, giftig. Giftig? Ja, und wie! Die Farbe des Färberfrosches sollte abschreckend auf seine Feinde wirken – den Menschen zieht sie aber auch irgendwie an.
Text: Redaktion, Fotos: Getty Images / 1 Min. Lesezeit
Färberfrosch, Frosch, Tierwissen, ein Wunder namens, Terra Mater Foto: Getty Images
Der Färberfrosch ist von oben bis unten klebrig. So verliert er seine Brut nicht.
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Weil diese Gruppe von Fröschen in so vielen verschiedenen Farben daherkommt, heißen sie einfach Färberfrösche. Der blaue hier wird auch Blauer Baumsteiger genannt und ist ein typischer Vertreter seiner Familie: Er lebt im tropischen Regenwald, ist klein, leicht, bunt, giftig. Giftig? Ja, und wie!

Der Goldene Baumsteiger ist giftig genug, um wahlweise 10.000 Mäuse, zehn bis zwanzig Menschen oder zwei ausgewachsene afrikanische Elefantenbullen umzulegen. Der Blaue Baumsteiger ist immerhin gefährlich genug, um jene zu vergiften, die ihn fressen. Davor warnt seine blaue Färbung.

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Baumsteiger sind fürsorgliche Eltern. Sobald das Weibchen seine Nebenbuhlerinnen vertrieben hat, tapst es dem Männchen auf die Nase, dann verdrücken sich beide an ein verschwiegenes Plätzchen. Nach zehn Tagen schlüpfen die Kaulquappen. Sie werden von den Eltern ins Wasser getragen, als Nahrung legt das Weibchen ein paar unbefruchtete Eier dazu. Dass die Blauen Baumsteiger trotzdem immer rarer werden, liegt – erraten – am Menschen.

Der schmälert den Lebensraum im Süden Surinams. Oder er fängt die Amphibien, um sie für bis zu 60 Euro an Terrarienfreunde zu verkaufen. Weil die vermeintlich abschreckende Farbe auf den Menschen wie ein Lockmittel wirkt.

Besondere Merkmale des Färberfrosches

  • Farbsignatur: Die auffällige Haut soll Feinden signalisieren: Nicht fressen – ich bin giftig. Die schwarzen Flecken sind bei jedem Individuum einzigartig verteilt.

  • Freiersfüße: An den Spitzen der vier Zehen sind Saugnäpfe. Beim Weibchen sind sie kreisrund. Beim Männchen? Herzförmig!

  • Leichtblau: Männchen werden bis zu viereinhalb Zentimeter lang, die Weibchen bis zu fünf Zentimeter. Dabei wiegen sie lediglich acht Gramm.

  • Schutzschirm: Drüsen in der Haut sondern ein giftiges Alkaloid ab. Das lähmt bei Fressfeinden die Nerven und kann tödlich sein.

  • Anhänglich: Der ganze Frosch ist klebrig. So können sich die frisch geschlüpften Kaulquappen besser an ihre Eltern klammern, wenn sie zum Wasser getragen werden.

  • Starker Magen: Die Frösche fressen Ameisen, Käfer, Fliegen, Motten, Spinnen, Termiten, Maden und Raupen. Noch ist nicht ganz klar, welcher Teil dieser Kost wesentlich für die Herstellung des Giftes ist.

Übersicht Färberfrosch – Dendrobates tinctorius

IUCN*-Status

nicht gefährdet

Klasse

Lurche (Amphibi)

Ordnung

Froschlurche (Anura)

Familie

Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae)

Gattung

Baumsteiger

Art

Färberfrosch (Dendrobates tinctorius)

* International Union for Conservation of Nature

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