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Die Erdbeben-Jäger: Making of

2016 gab es in Italien eine Art Erdbeben-Sturm, fast 300 Menschen kamen ums Leben. Lassen sich Beben in Zukunft zuverlässig vorhersagen?
Video / 7 Min. Dauer
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„Making of: Die Erdbeben-Jäger“

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Diese Dokumentation zeigt, wie eine Gruppe von Wissenschaftlern im August 2016, im Anschluss an das verheerende Beben von Amatrice, Einsichten gewann, die bisher noch nie möglich gewesen waren. Denn die folgenden Monate steckten für sie voller Überraschungen.

Ihre Geschichte macht deutlich, wie Erdbeben-Forschung funktioniert. Denn Seismologen untersuchen riesige Landschaften und seltene Ereignisse, die oft Jahrhunderte auseinander liegen. Doch im zweiten Halbjahr 2016 konnten sie erstmals ein solches Ereignis in Echtzeit und auf kleinen Raum analysieren.

Für die Erdbebenforschung gibt das Anlass zu neuem Optimismus. Neue technische Möglichkeiten versprechen überdies erstaunliche neue Erkenntnisse in der nahen Zukunft.

Die Erforschung von Erdbeben ist eine junge Wissenschaft. Erst seit dem katastrophalen Beben von San Francisco im Jahr 1906 ist die Seismologie ein anerkanntes Wissensgebiet. Die Messungen an der extrem aktiven San Andreas Verwerfung in Kalifornien erlaubte den Forschern, die ersten Modelle davon zu entwickeln, wie Energie in einer geologischen Nahtstelle aufgebaut, verteilt und entladen wird. Das war ein großer Sprung vorwärts und erweiterte unser Verständnis von den unbändigen Kräften, die im Erdinneren wirken. 

Über die Dynamik unseres Heimatplaneten

Unser Wissen über den Aufbau und die innere Dynamik unseres Heimatplaneten würde in sehr kurzer Zeit revolutioniert. Das Modell der Plattentektonik - also, dass die Erdoberfläche aus mehreren, sich ständig bewegenden Teilen zusammengesetzt ist - war bis in die 1950er Jahre in wissenschaftlichen Kreisen heftig umstritten. Aber seitdem haben sich unsere technischen Möglichkeiten erheblich erweitert - und damit die Möglichkeiten zur Erforschung der Erde. Seit den 1970er Jahre erweitern Satelliten unsere Perspektive auf unseren Planeten, heute erlauben hochempfindliche Erdbeobachtungssysteme den Geologen, Veränderungen im Zentimeterbereich zu beobachten. Eine neue Generation von vernetzten Boden-Sensoren registriert minimalste Vibrationen und bietet so ein umfassendes Bild der Vitalfunktionen unseres Planeten.

Heute werden so viele Daten über Erdbeben gesammelt wie nie zuvor. Diese enorme Menge an aussagekräftigen Messwerten ermöglicht den Einsatz völlig neuer statistischer Auswertungsmethoden und Modellrechnungen - alles, um irgendwann in der Lage zu sein, Erdstöße mit Zuverlässigkeit vorhersagen zu können. Die Analyse riesiger Datensätze gibt aber auch einen umfassenden Einblick, welche physikalischen Kräfte in den Kollisionszonen der Kontinentalplatten am Werk sind. Aber trotz aller Fortschritte bleiben Erdbeben schwer einzuschätzen und, zu unserem Glück, selten. Eine Verkettung von Umständen wie im Jahr 2016 war eine einmalige Gelegenheit für die Erdbeben-Jäger, eine ganze Kaskade von Erdstößen, eine Art Erdbeben-Sturm, aus nächster Nähe zu beobachten.

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