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Die Prärie - Rückkehr der Wildnis

Die Prärie gilt als die Serengeti Nordamerikas - eine Wildnis, die in den letzten 200 Jahren extreme Veränderungen erfahren hat.
Video / 51 Min. Dauer
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Terra Mater: „Die Prärie - Rückkehr der Wildnis“

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Endlose Grasweiden von einer reichen Tierwelt bevölkert - die Prärie Nordamerikas zählte vor 200 Jahren zu den Highlights des Wilden Westens. Doch mit der Besiedlung durch die Europäer wurde die Natur immer weiter zurückgedrängt. Wo einst Herden von Bisons und Gabelböcken grasten, Wölfe und Grizzlys auf die Jagd gingen, und wogendes Gras unzähligen Vogelarten versteckte Nistplätze bot, erstreckt sich heute über weite Gebiete Agrar- oder Farmland. Ein Team von Wissenschaftlern und engagierten Farmern versucht trotz der modernen Nutzung durch den Menschen das Ökosystem Prärie und seine klassische Tier- und Pflanzenwelt auch abseits der Nationalparks zu stärken und zu erhalten. Und Dank ihrer tatkräftigen Unterstützung kehrt die Wildnis zurück.  

Wo einst Herden von Bisons und Gabelböcken grasten, Wölfe und Grizzlys auf die Jagd gingen – hier erstreckt sich heute über weite Gebiete Agrar- oder Farmland.

Die weiten Grasebenen Nordamerikas erstrecken sich über eine Million Quadratkilometer von Nebraska im Süden der USA bis nach Saskatchewan in Kanada. Große Bereiche sind heute Agrargebiet. Doch es gibt sie noch, die kleinen Oasen intakter Wildnis, wo die ursprüngliche Tierwelt des Wilden Westens noch zu finden ist. Jedes Jahr im Frühling sammeln sich gut eine halbe Million Kananda-Kraniche am Platte-River, um ihre Balztänze zu zelebrieren. Die unmittelbar an den Fluss grenzenden Grasebenen  haben sich stark gewandelt. Wo früher Bisons über die Prärie zogen, grasen heute Rinder neben Weizenfeldern. Die Kraniche haben sich angepasst, doch andere Tierarten scheuen diese Veränderungen und sind zusehends verschwunden.  Singvögel, wie der Lerchenstärling oder der Präriepieper, finden heute nur noch an wenigen Orte ideale Bedingungen für ihre Nistplätze. Ornithologe Trevor Herriot nimmt jedes Jahr in den wenigen verbiebenen Wildnis-Oasen Zählungen an Singvögeln vor - mit erschreckendem Ergebnis: die Populationen der Singvogelarten der Prärie weisen den stärksten Rückgang in ganz Nordamerika auf. 

Rückkehr der Bisons

Der Wildbiologe Mike Verhage und sein Team widmen sich dem Schutz der Gabelböcke. Früher zogen Gabelbock-Herden ungehindert über die Prärie, folgten im Wechsel der Jahreszeiten dem besten Futterangebot. Heute durchschneiden die Zäune riesiger Rinderfarmen diese angestammten Wanderrouten und sind eine Bedrohung für die gesamte Population.  Gabelböcke überwinden die Stacheldrahtzäune nicht im Sprung, sondern schlüpfen unter ihnen durch. Verletzungen sind dabei sehr häufig – an den Folgen verenden viele Gabelböcke. Mike Verhage, sein Team und eine Gruppe freiwilliger Helfer arbeitet an einer Optimierung und Entschärfung dieser Barrieren.

Die Ökologen Dale Gross und Hannah Hilger dokumentieren seit Jahren die Wechselwirkung von Bison und Grasvegetation. Überall dort, wo der Bison zurückgekehrt ist, ist auch das Ökosystem Prärie im Gleichgewicht. Zirka 20.000 Bisons, allesamt in begrenzten Schutzgebieten, ziehen heute wieder über das Grasland. Diese kostbaren Wildnis-Inseln innerhalb des besiedelten oder als Weide- und Agrarfläche genützten Landes erinnern an die klassische Prärie des Wilden Westens, deren Pracht es für die Zukunft zu bewahren gilt.

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