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Stonehenge – Das Steinkreis-Rätsel

Die Geschichte der berühmtesten prähistorischen Kultstätte Europas erzählt aus einer neuen Perspektive – der ihrer Menschen. Neue forensische Forschungsergebnisse enthüllen, welche Kulte und Mysterien die Menschen vor 5000 Jahren fasziniert haben.
Text: Robert Sperl, Fotos: TMFS Video / 53 Min. Dauer
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Die Entdeckung im Jahr 1919 war den Entdeckern offensichtlich unangenehm: Als britische Archäologen bei Grabungsarbeiten im englischen Stonehenge die eingeäscherten Überreste von Dutzenden Menschen entdeckten, wusste niemand etwas mit dieser archäologischen Sensation anzufangen. Also wurden die Knochen wieder begraben. Erst fast 100 Jahre später erhielt der berühmte Stonehenge-Experte Mike Parker-Pearson die Erlaubnis, diese entscheidende Quelle zu untersuchen – mit modernen gerichtsmedizinischen Methoden.

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Was die Forscher herausfanden, warf alles über den Haufen, was die Wissenschaft bisher über Stonehenge zu wissen glaubte.

Was die Forensik-Experten herausfanden, warf alles über den Haufen, was die Wissenschaft bisher über Stonehenge zu wissen glaubte. Eine Analyse der eingeäscherten Knochen von 63 Menschen, die man im Gelände fand, verriet, dass die Familiengruppen in einer kreisförmigen Anlage begraben wurden. Es war dies eine größere und älteren Version von Stonehenge, die als Gemeinde-Grabstätte diente und die ungefähr 500 Jahre vor dem heute bekannten Monument angelegt worden war. Die menschlichen Überreste gehörten zu Männern, Frauen und Kindern, der Begräbnisort ihrer Körper wurde mit einem Kreis von Blausteinen markiert.

Stonehenge im neuen Licht

Diese Erkenntnis brachte die britischen Forscher dazu, eine neue Theorie zum ursprünglichen Zweck von Stonehenge zu entwickeln: Es könnte sich bei dem Steinkreis im Süden Englands um die gigantische Grabstätte für elitäre Familien handeln, die vor rund 5000 Jahren gelebt hatten.

Diese These lässt auch die spätere Funktion des kreisförmigen Steinmonuments in völlig neuem Licht erscheinen. Neue Untersuchungen von Funden aus Stonehenge und der näheren Umgebung erlauben den Rückschluss, dass der mysteriöse Monolithen-Kreis das Zentrum gigantischer steinzeitlicher Festivitäten war, zu denen sich Teilnehmer aus den entlegensten Teilen der britischen Inseln einfanden. Mike Parker-Pearson geht davon aus, dass Stonehenge nicht ständig bewohnt war. Viel eher legen die neuen Studien nahe, dass die Anlage ein Versammlungsort zur Winter- und Sommersonnenwende war, zu dem die Menschen ihre Familien mitbrachten – und auch Opfertiere.

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