Gesa

DIE MIT DEN WILDEN TIEREN TANZT

Wer nach Südafrika in den Kruger National Park reist, will die „Big Five“ sehen: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Manche beschließen sogar, im Busch zu bleiben. Wie Gesa Neitzel, die aus Berlin-Kreuzberg auszog, um Rangerin zu werden und ein komplett neues Leben in der Savanne zu beginnen.





Der 20.000 Quadratkilometer große Kruger National Park, das größte Natur- und Wildschutzgebiet in Südafrika, ist eine Oase für hunderte Tier- und Pflanzenarten. Wer hierherkommt, hat die Gelegenheit, Elefanten, Nashörner, Löwen und viele weitere Wildtiere in freier Wildbahn zu beobachten.



"Ich hab mir ein komplett neues Leben aufgebaut. Wenn ich jetzt an Berlin denke, frage ich mich, warum es so lange gedauert hat, bis ich hier war."


Kruger Nationalpark Nilpferd

Dass es dieses rund vier Autostunden von Johannesburg entfernte Naturschutzgebiet überhaupt gibt, ist Paul Kruger – Sohn deutscher Einwanderer – zu verdanken. Er war Präsident von Südafrika und erklärte im März des Jahres 1898 das Sabie Game Reserve zum Schutzgebiet für Wildtiere mit den Worten: „Wenn ich diesen kleinen Teil von Lowveld (Anmerkung: So wird das Gebiet im Nordosten des Landes von den Südafrikanern genannt) nicht schütze, werden unsere Enkelkinder nicht wissen, wie ein Elefant, Löwe oder Kudu aussehen.“ Erst 1926 wurde das Gebiet von der Regierung zum Nationalpark erklärt.



"Ich hatte immer das Gefühl ich bin auf der Suche, ich will was anderes."


Gesa driving

Auch Gesa Neitzel kam aus Deutschland und blieb. Die ehemalige TV-Redakteurin tauschte ihr urbanes Leben in Berlin gegen ein Dasein inmitten der Natur ein. Inspiriert hat sie ein Urlaub in Südafrika – doch gespürt hat sie es schon früher: „In Berlin hatte ich ein schönes Leben, eine tolle Wohnung und einen coolen Job. Dennoch war da immer das Gefühl, auf der Suche zu sein, etwas anderes zu wollen.“ Ihr Trip nach Südafrika öffnete
ihr die Augen und das Herz. „Mir haben die Natur und das Zurück-zu-den-Wurzeln gefehlt. Ich musste einfach raus und wissen, ob meine Instinkte nochfunktionieren.“ Eine Ausbildung als Rangerin im Kruger National Park könnte diese Sehnsucht nach diesem anderen Leben stillen, dachte sich die Endzwanzigerin. Gesa kannte die „Big Five“ zwar nur aus dem Zoo, dafür aber keine Furcht vor dem Abenteuer. Sie kündigte ihren Job und ihre Wohnung in Kreuzberg und machte sich auf ans andere Ende der Welt. Obwohl Gesa nicht wusste, ob sie die Ausbildung zur Rangerin überhaupt schaffen würde, war sie bald nach ihrer Ankunft in Südafrika sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Mit jedem Tag in der wilden Natur Afrikas rückten ihr altes Leben und ihre Zweifel weiter in die Ferne. Heute kann sie sich eine Rückkehr nach Berlin gar nicht mehr vorstellen. Auch privat hat sie mit Frank ihr Glück in der Savanne gefunden. Wenn sie jetzt an ihr altes Leben denkt, dann fragt sie sich, warum es eigentlich so lange gedauert hat, bis sie hier gelandet ist.



Die Savanne - für die meisten Menschen ein Traum, für Gesa Neitzel der "Alltag"


Elefant

Mit Storys wie dieser inspiriert die Lufthansa unter dem Motto „LifeChangingPlaces“ Menschen dazu, Veränderung zu wagen. Denn nicht selten beginnt das große Glück des Neuen mit einer Reise. Wie das von Gesa Neitzel in Südafrika.

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#LifeChangingPlaces | lh.com/places



DER KRUGER NATIONAL PARK. Er ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und liegt im Nordosten des Landes. Gegründet wurde das Schutzgebiet 1898 unter Präsident Paul Kruger, seit 1926 unter dem Status National Park.


DER KRUGER NATIONAL PARK