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Ein Wunder namens Namibgecko

Auf leisen Sohlen bewegt sich der Namibgecko durch den Wüstensand und beherrscht sogar einen einzigartigen Zaubertrick: Sandtauchen.
Text: Redaktion, Fotos: Getty Images / 1 Min. Lesezeit
Namibgecko, Gecko, Tierwissen, ein Wunder namens, Terra Mater Foto: Getty Images
Nur 16 Zentimeter misst der Namibgecko.
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Es wirkt auf Beobachter wie Magie: Gerade noch ist der rund 16 Zentimeter lange Gecko in vollem Lauf über die Düne gehuscht – und plötzlich ist es, als hätte sich das kleine Reptil in Luft aufgelöst.

„Man muss das mit eigenen Augen gesehen haben, um es angemessen würdigen zu können“, sagt der amerikanische Echsen- und Evolutionsexperte Eric Pianka. Hat sich das Tier wirklich aufgelöst?

Immerhin sind Teile seines Körpers so dünnhäutig, dass innere Organe durchschimmern – das ist doch ein Hinweis auf eine gewisse Volatilität, oder? Nein, natürlich können sich Echsen von der Art Pachydactylus rangei nicht dematerialisieren. Was sie allerdings ganz hervorragend beherrschen, ist: Sandtauchen.

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Dank ihres Kopfes, der wie ein Entenschnabel geformt ist, und ihrer wie Schwimmhäute scheinenden Hautfalten sind sie in der Lage, sich bis zu einem Meter tief in den losen Sand von Wanderdünen zu wühlen. Hier verstecken sie sich vor Jägern, von hier aus gehen sie selbst auf die Jagd nach Insekten, und hier sind sie auch sicher vor der Hitze.

Die kleinen Echsen sind nämlich in den Dünen der Wüste Namib zu Hause. Und die werden an der Oberfläche gerne mal bis zu 70 Grad Celsius heiß. Da könnten so kleine Reptilien glatt verdunsten.

Besondere Merkmale des Namibgeckos

  • Lichtfalle: Die großen Augen ermöglichen es dem Tier, auch nachts erfolgreich auf Beutejagd zu gehen.

  • Scheibenwischer: Die Zunge ist lang genug, um Sand aus den Augen zu wischen.

  • Dünne Haut: Die Tiere wirken beim Angreifen samtig, das kommt von den feinen Schuppen ihrer Haut. Blutgefäße und Organe schimmern durch.

  • Schwimmhäute: Einzigartiges Merkmal unter Geckos. Ihre nächsten Verwandten haben allesamt lange Zehen, um nicht im Sand einzusinken.

  • Erkennungszeichen: Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum. An einem Merkmal jedoch erkennen sogar Laien das Geschlecht: Männchen haben einen dickeren Schwanz.

  • Flache Sohlen: Die Namibgeckos sind die einzigen Geckos, die nicht an Wänden und Überhängen hochklettern können. Schuld daran ist die glatte Haut auf der Sohle.

Übersicht Namibgecko – Pachydactylus rangei

IUCN*-Status

nicht gefährdet

Ordnung

Schuppenkriechtiere (Squamata)

Unterordnung

Geckoartige (Gekkota)

Familie

Geckos (Gekkonidae)

Gattung

Dickfingergeckos (Pachydactylus)

Art

Namibgecko (Pachydactylus rangei)

* International Union for Conservation of Nature

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