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Ein Wunder namens Axolotl

Ein Lurch mit ungeheuren Selbstheilungskräften: Das Axolotl kann verlorengegangene Gliedmaßen einfach nachwachsen lassen – inklusive Haut, Knochen, Nerven. Ob es der Wissenschaft gelingt, diese Fähigkeit auch für Menschen nutzbar zu machen?
Text: Redaktion, Fotos: Getty Images / 1 Min. Lesezeit
Axolotl, Tierwissen, ein Wunder namens, Terra Mater Foto: Getty Images
Selbst abgetrennte Gliedmaßen können dem Axolotl wieder nachwachsen.
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In der untergegangenen Welt der Azteken stand die Silbe „atl“ für „Wasser“, und „Xolotl“ war der für Tod und Unglück zuständige Gott. „Axolotl“ bedeutet demnach frei übersetzt „Wasserdämon“. Tatsächlich sind die Eigenschaften und Fähigkeiten dieser rund 25 Zentimeter langen Tiere ungeheuerlich: Anders als andere Lurche bleiben sie – wegen einer Unterfunktion ihrer Schilddrüsen – ihr Leben lang im Larvenstadium, durchlaufen also nie die Metamorphose zum Landlebewesen.

Noch ungewöhnlicher ist ihre Fähigkeit, verlorengegangene Gliedmaßen nachwachsen zu lassen. Wenn (was mitunter vorkommt) ein Jungtier einem anderen ein Bein abbeißt, so wächst innerhalb von wenigen Wochen ein perfektes Ersatzorgan nach, inklusive Haut, Knochen, Blutgefäßen, Muskeln und Nerven. Weil viele Wissenschafter das Geheimnis dieser Selbstheilungskraft lüften und für Menschen nutzbar machen wollen, leben heute mehr Axolotls in Labors als in freier Wildbahn.

Der natürliche Lebensraum der Tiere beschränkt sich nämlich mittlerweile auf wenige Kanäle im Großraum von Mexiko-Stadt. Eine zusätzliche Gefahr für das langfristige Überleben der einzigartigen Tiere: Trotz ihres abschreckenden Namens gelten sie immer noch als Delikatesse.

Besondere Merkmale des Axolotls

  • Ein gehender Fisch? Der Axolotl wird als wandelnder Fisch bezeichnet, obwohl er eigentlich kein Fisch ist und er geht auch nicht. Er kriecht eher über den Boden.

  • Lenkt den Weg: Der Axolotl nutzt seine breite Schwanzflosse um sich selbst voranzutreiben.

  • Farbenpracht: In freier Wildbahn sind Axolotl im Allgemeinen braun oder grau. Die Färbung auf dem Bild ist typisch für aufgezogene Aquarienamphibien.

  • Pumpstation: Das Herz des Axolotls hat nur drei Kammern, während viele Wirbeltiere vier haben.

  • Hinter dem Lächeln: Die stumpfen Zähne dienen zum Greifen von Beutetieren wie Insekten und kleinen Fischen. Dabei wird die Beute dann im Ganzen geschluckt, ohne sie zu kauen.

  • Tief einatmen: Drei Kiemen auf jeder Seite des Kopfes versorgen das Tier mit Sauerstoff. Und sie verfügen über rudimentäre Lungen.

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Übersicht Axolotl – Ambystoma mexicanum

IUCN*-Status

vom Aussterben bedroht

Klasse

Amphibia

Ordnung

Caudata

Überfamilie

Salamandroidea

Familie

Ambystomatidae

Gattung

Ambystoma

Art

Axolotl (Ambystoma mexicanum)

* International Union for Conservation of Nature

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