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Frauen, die Geschichte schrieben

Pionierinnen, Forscherinnen, Künstlerinnen: In der neuen Ausgabe des Terra Mater Magazins widmen wir uns 40 Heldinnen, die Sie unbedingt kennenlernen sollten.
3 Min. Lesezeit
Frauen, die Geschichte schrieben
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Im Dossier der neuen Terra Mater Ausgabe stellen wir 40 außergewöhnliche Frauen vor, die Herausragendes in der Kunst, der Wissenschaft oder der Politik leisteten. Jedoch ernteten oft andere Ruhm und Ehre für ihre Leistungen. Hier ein Steckbrief von fünf dieser Heldinnen, die gesamte Geschichte gibt es in unserer druckfrischen Ausgabe zu lesen. Am besten gleich hier bequem nach Hause bestellen und in Ruhe schmökern, eignet sich übrigens auch als Geschenk für eine faszinierende Frau!

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1. Amelia Earhart (1897–1937)

32.000 Kilometer ist Amelia Earhart bereits geflogen, sechs Wochen ist sie bei ihrem Versuch, die Welt entlang des Äquators zu umrunden, schon unterwegs, als ihre Maschine am 2. Juli 1937 verschwindet. Die Flugpionierin und Fred Noonan, ihr Navigator, haben es nicht nach Howland Island im Pazifik geschafft. Sie ist bereits ein Superstar, seit sie vom 17. auf den 18. Juni 1928 als erste Frau den Atlantik überflog. Der Flug um den Äquator, der sie unsterblich machen sollte, bringt ihr den Tod. 64 Flugzeuge und acht Kriegsschiffe der US-Marine rücken aus, um sie zu finden. Doch es fehlt jede Spur.

Zwei Jahre später wird Earhart für tot erklärt, doch bis heute machen sich Menschen auf, um ihr Ende zu verstehen. Am Anfang stand jedenfalls ein unbändier Wille: Die Ausbildung bei der Pilotin Neta Snook hatte sie sich ebenso selbst finanziert wir ihr erstes Flugzeug. Später lobbyierte sie bei der US-Regierung für die Luftfahrt, designte praktische Kleidungsstücke und einen Koffer, der bis in die 1990er-Jahre verkauft wurde – und immer wieder sprach sie vor jungen Frauen über ihre Karriere. Ihr Anliegen: „Sie aus dem Käfig des Geschlechts herauszuholen“.

Der Flug um den Äquator, der sie unsterblich machen sollte, bringt ihr den Tod.

2. Antonia Brico (1902–1989)

Geboren wurde sie in den Niederlanden, begraben in der US-Stadt Denver. In den Grabstein ist ihr Lebensmotto eingraviert: „Ich werde mich nicht vom Kurs abbringen lassen.“ Aufgewachsen bei Pflegeeltern in den USA, erlebt sie eine schwierige Kindheit, doch es gibt ein Klavier, und es gibt die Musik. Sie kämpft sich an die Universität und bis ganz nach vorn, an jenen Ort, der bis dahin den Männern vorbehalten war: das Dirigentenpult. 1930 debütiert sie mit den Berliner Philharmonikern. Sie gründet ein rein weibliches Orchester, aber es funktioniert nur kurz. Sie dirigiert auf der ganzen Welt, erhält aber kein fixes Engagement. Eine Chefdirigentin? Unvorstellbar. Um durchzukommen, gibt sie Klavierstunden. Erst nach einem Dokumentarfilm über sie erhält ihre Karriere wieder neuen Schwung. Da ist sie 72 Jahre alt. Und immer noch wahnsinnig gut.

3. Eunice Newton Foote (1819–1888)

Bis vor wenigen Jahren galt John Tyndall als Entdecker des Zusammenhangs, der zwischen der Kohlendioxid-Konzentration in der Luft und der Erderwärmung besteht. 2010 aber stieß ein Geologe auf die Forschungsarbeiten von Eunice Newton Foote. Schon 1856, also drei Jahre vor Tyndall, hatte sie erkannt, was heute als wesentlich für den Treibhauseffekt und somit für den Klimawandel bekannt ist. Ihre Veröffentlichung ging unter.

4. Lisa Meitner (1878–1968)

48-mal war sie nominiert, aber bekommen hat sie den Nobelpreis nie. Die Wienerin studierte in Wien Physik, Chemie und Philosophie, dann ging sie nach Berlin. Das KaiserWilhelm-Institut musste sie zunächst über den Hintereingang betreten, weil Frauen in Preußen erst 1910 zum Studium zugelassen wurden. 1926 wurde sie Berlins erste Professorin. Gemeinsam mit Otto Hahn forschte sie an Radioaktivität und Kernspaltung, bis sie als Jüdin 1938 vor den Nationalsozialisten nach Schweden flüchtete. Sie hatte als Erste das Prinzip der Kernspaltung auch theoretisch beschrieben. Otto Hahn erhielt 1944 den Nobelpreis für Chemie.

48-mal war sie nominiert, aber bekommen hat sie den Nobelpreis nie.

5. Rosalind Elise Franklin (1920–1958)

Schon als Jugendliche interessierte sich die Londonerin für Naturwissenschaften. Sie studierte in Cambridge. Als Chemikerin untersuchte sie zunächst die Eigenschaften von Kohle, ab 1951 forschte sie zur Struktur der DNA. Heute gilt als erwiesen, dass Franklin die entscheidende Strukturanalyse lieferte, auf deren Basis ihre Kollegen James D. Watson, Francis Crick und Maurice Wilkins ohne ihr Wissen die Struktur der DNA beschreiben konnten. Die Männer erhielten dafür 1962 den Nobelpreis.

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